Seine eigene Marke werden
Erasmus-Student in Berlin sein heisst für manche: Hippen Leuten begegnen, ganze Nächte durchfeiern, Spass haben und... sich auf einem der vielen Flohmärkte ein Akkordeon kaufen und darauf spielen lernen. So ein schönes Bild! Zugegeben: Ein freies Studentenleben macht einen ziemlichen romantischen Eindruck auf mich. Und dennoch möchte ich nicht mit meinem eigenen tauschen. Mein Lebensgefühl beinhaltet, mich mitten unter der Woche mit meinen Freundinnen zum Mittagessen beim Inder zu treffen, und anschliessend noch bis vier Uhr nachmittags Kaffee trinken zu gehen. Und dabei genau zu wissen, dass ich mich anschliessend noch an den Schreibtisch setzen werde um bis acht oder neun Uhr abends zu arbeiten. Und ich tue es gerne. Ja ich freue mich sogar darauf.
Zwischen Zwanzig und Dreissig ist es unsere Aufgabe, die Welt zu verstehen und einen Platz in ihr zu finden. In keinem anderen Alter ist die Sehnsucht so gross, endlich aufhören zu WERDEN und anfangen zu SEIN. In den letzten Jahren ist höhere Bildung für eine breite Bevölkerungsschicht zugänglich geworden. Und das ist gut! Es wäre idiotisch, das zu kritisieren. Doch auch mit abgeschlossenem Studium bleibt niemand davon verschont, sich irgendwann die entscheidenden zwei Fragen zu stellen: «Was will ich wirklich anfangen mit meinem Leben?» Und, in einem noch grösseren Massstab: «Was will ich der Welt einst hinterlassen?» Die Antwort auf diese Fragen ist kompliziert und der Weg dorthin mit Dickicht und Schlingpflanzen bewuchert. Ein Studium bietet Antworten auf so manche Fragen – doch leider selten auf diese. Jeder muss sie ganz individuell für sich beantworten. Am Besten möglichst ORIGINELL.
Der Wert von Originalität wird in der Arbeitswelt zukünftig immer wichtiger werden. Schliesslich kann heute fast jeder ein Bacheolor vorweisen, aber nicht jeder hat mit ein paar Freunden eine Snowboardfilm-Produktion ins Leben gerufen, selbständig eine Bilderausstellung organisiert oder eine Schreibgruppe ins Leben gerufen. Innovation und Originalität wird hoffentlich künftig einen mindestens genauso hohen Stellenwert einnehmen wie Bildung. Und mit den neuen Medien ist das noch viel einfacher geworden. In mir jedenfalls beginnt etwas zu summen, wenn meine Freundin mir erzählt: «Weißt Du, es gefällt mir, wenn ich fast nicht mehr schlafen kann vor lauter Ideen, die mir im Kopf herumschwirren.» Ja, ja, mehr davon! Auch ich kenne dieses Gefühl der Rastlosigkeit, wenn man so viele Dinge umsetzen möchte, dass man fürchtet, zu wenig Lebenszeit zu Verfügung zu haben. Ein sehr erregendes, aber manchmal auch ein bisschen anstrengendes Gefühl. Aber es gehört zum Prozess, seiner eigenen Wahrheit ein Stück näher zu kommen.
Hinzu kommt noch etwas viel Wichtigeres: Wie sehr uns ein Studienfach auch interessieren mag, selten wird es all unseren Potentialen, die in uns stecken, wirklich gerecht. Genau in dieser Hinsicht sitzen wir häufig einem Denkfehler auf. Viel zu schnell fragen wir danach, wonach der Markt verlangt, und versuchen uns selbst da irgendwie hineinzupressen. Dabei könnten wir ja auch einmal fragen: «Was haben wir dem Markt anzubieten?» Wir sollten viel mehr den Mut haben, unsere eigenen Ressourcen zu aktivieren, uns unser eigenes Berufsbild zu erschaffen, mehrere Dinge gleichzeitig tun, unsere eigene Ich-AG werden! Die Amerikanische Schreibtrainerin Natalie Goldman schreibt dazu: «Vertrau auf das, was du liebst, und es wird dich dorthin bringen, wo du hingehen musst. Und machen Sie sich nicht allzu viele Gedanken über Sicherheit. Man erreicht ein tiefes Gefühl von Sicherheit, sobald man das in Angriff nimmt, was man tun möchte.» Ein Studium kann auf diesem Weg sehr hilfreich sein. Aber letztlich soll es nur ein Werkzeug bleiben, ein Mittel zum Zweck. Gegen Ende meiner eigenen Studienzeit gab es einen Professor, der uns eine eindringliche Rede hielt im Hinblick auf unsere berufliche Zukunft. Am Schluss appellierte er an uns: „Werden Sie ihre eigene Marke!“. Es war etwas vom Wichtigsten, was ich in drei Jahren Studium gelernt habe.
Zwischen Zwanzig und Dreissig ist es unsere Aufgabe, die Welt zu verstehen und einen Platz in ihr zu finden. In keinem anderen Alter ist die Sehnsucht so gross, endlich aufhören zu WERDEN und anfangen zu SEIN. In den letzten Jahren ist höhere Bildung für eine breite Bevölkerungsschicht zugänglich geworden. Und das ist gut! Es wäre idiotisch, das zu kritisieren. Doch auch mit abgeschlossenem Studium bleibt niemand davon verschont, sich irgendwann die entscheidenden zwei Fragen zu stellen: «Was will ich wirklich anfangen mit meinem Leben?» Und, in einem noch grösseren Massstab: «Was will ich der Welt einst hinterlassen?» Die Antwort auf diese Fragen ist kompliziert und der Weg dorthin mit Dickicht und Schlingpflanzen bewuchert. Ein Studium bietet Antworten auf so manche Fragen – doch leider selten auf diese. Jeder muss sie ganz individuell für sich beantworten. Am Besten möglichst ORIGINELL.
Der Wert von Originalität wird in der Arbeitswelt zukünftig immer wichtiger werden. Schliesslich kann heute fast jeder ein Bacheolor vorweisen, aber nicht jeder hat mit ein paar Freunden eine Snowboardfilm-Produktion ins Leben gerufen, selbständig eine Bilderausstellung organisiert oder eine Schreibgruppe ins Leben gerufen. Innovation und Originalität wird hoffentlich künftig einen mindestens genauso hohen Stellenwert einnehmen wie Bildung. Und mit den neuen Medien ist das noch viel einfacher geworden. In mir jedenfalls beginnt etwas zu summen, wenn meine Freundin mir erzählt: «Weißt Du, es gefällt mir, wenn ich fast nicht mehr schlafen kann vor lauter Ideen, die mir im Kopf herumschwirren.» Ja, ja, mehr davon! Auch ich kenne dieses Gefühl der Rastlosigkeit, wenn man so viele Dinge umsetzen möchte, dass man fürchtet, zu wenig Lebenszeit zu Verfügung zu haben. Ein sehr erregendes, aber manchmal auch ein bisschen anstrengendes Gefühl. Aber es gehört zum Prozess, seiner eigenen Wahrheit ein Stück näher zu kommen.
Hinzu kommt noch etwas viel Wichtigeres: Wie sehr uns ein Studienfach auch interessieren mag, selten wird es all unseren Potentialen, die in uns stecken, wirklich gerecht. Genau in dieser Hinsicht sitzen wir häufig einem Denkfehler auf. Viel zu schnell fragen wir danach, wonach der Markt verlangt, und versuchen uns selbst da irgendwie hineinzupressen. Dabei könnten wir ja auch einmal fragen: «Was haben wir dem Markt anzubieten?» Wir sollten viel mehr den Mut haben, unsere eigenen Ressourcen zu aktivieren, uns unser eigenes Berufsbild zu erschaffen, mehrere Dinge gleichzeitig tun, unsere eigene Ich-AG werden! Die Amerikanische Schreibtrainerin Natalie Goldman schreibt dazu: «Vertrau auf das, was du liebst, und es wird dich dorthin bringen, wo du hingehen musst. Und machen Sie sich nicht allzu viele Gedanken über Sicherheit. Man erreicht ein tiefes Gefühl von Sicherheit, sobald man das in Angriff nimmt, was man tun möchte.» Ein Studium kann auf diesem Weg sehr hilfreich sein. Aber letztlich soll es nur ein Werkzeug bleiben, ein Mittel zum Zweck. Gegen Ende meiner eigenen Studienzeit gab es einen Professor, der uns eine eindringliche Rede hielt im Hinblick auf unsere berufliche Zukunft. Am Schluss appellierte er an uns: „Werden Sie ihre eigene Marke!“. Es war etwas vom Wichtigsten, was ich in drei Jahren Studium gelernt habe.
Eduschka - 27. Mai, 13:35

